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Leben als Team

Zu einem Team wird man nicht durch Strenge, oder indem Mensch und Hund zu Clowns gemacht werden, weil sie Trainingskurse belegen, die für beide überhaupt keinen Sinn machen.

Die entspanntesten und gesellschaftsfähigsten Hunde leben mit ihrem Menschen auf der Straße. Warum ist das so? Die Antwort liegt ganz klar auf der Hand. Weil beide ihren ganz natürlichen Grundbedürfnissen nachgehen.
Es geht nicht darum, wer das Alphatier ist, keine Machtkämpfe, keine Erwartungshaltungen müssen erfüllt werden. Es geht auch nicht um schneller, besser oder weiter, um einen Pokal zu gewinnen. Diese Menschen nehmen ihre Hunde so an, wie sie sind. Sie leben mit ihnen und sind nicht darauf bedacht, ihren Hunden irgendwelche Tricks beizubringen oder ihnen Verhalten anzutrainieren. Auch ist es ihnen nicht wichtig, was andere Menschen über sie und ihren Hund denken. Diese Menschen kritisieren sich selbst nicht, üben sich nicht im Selbstzweifel, leben in keinem Gedankenkino und lassen sich schon mal gar nicht aus der Ruhe bringen. Und erst recht lassen sie ihre alltäglichen Launen und Emotionen nicht an ihrem Hund aus.

Gemeinsam starten sie in den Tag, gemeinsam gehen sie ihre Runde, gemeinsam machen sie ihre Pausen und beenden gemeinsam den Tag.

Wir, die im alltäglichen Trott und Stress gefangen sind, erlauben uns dieses Team – aber vor allem das Leben auf der Straße – zu kritisieren. Warum eigentlich? Dieses Team wäre doch eigentlich beneidenswert, leben die beiden doch ihr Leben im Einklang und Harmonie, obwohl sie arm sind und nichts besitzen.

Dieser Mensch, hat sich vielleicht dazu entscheiden, der Gesellschaft den Rücken zu kehren, um sich dessen Erwartungen an ihn zu entziehen. Vielleicht wurde dieser Mensch auch von der Gesellschaft und dessen Ordnung dazu gezwungen, auf der Straße leben zu müssen. Warum kritisieren wir das? Hat dieser Mensch doch nur noch diesen einen Freund, nämlich seinen Hund. Und der ist sogar sehr gerne sein Freund und begleitet ihn vorbehaltlos durch Dick und Dünn. Er liebt seinen Menschen und vertraut ihm zu 100%.

(Ironie Anfang)
Ob dieses Team, das auf der Straße lebt, auch in einer Hundeschule war?
Ob dieses Team, das auf der Straße lebt, auch mit solchem Ehrgeiz am Grundgehorsam geübt hat?
Ob dieses Team, das auf der Straße lebt, noch mehr Kurse belegt hat, um an der Bindung zu arbeiten? Vielleicht haben sie die Kurse Agility oder Dog Dancing besucht. Das Folgen von Kommandos auf Entfernung und gleiche Bewegungsabläufe lernen schweißt zusammen. Aber vielleicht übten sie viele Tricks, damit der Hund das Verhalten zeigt, was sein Mensch von ihm erwartet und situativ abrufen kann? Da sind ja auch noch die Themen die Leinenführigkeit und der Rückruf. Sicherlich hat dieser Mensch durch Unterwerfungsübungen gezeigt, wer das Alphatier ist? (Ironie Ende!)

Wenn der Hund Verhaltensauffälligkeiten zeigt, wird stets im Außen nach einer Lösung gesucht. Die Empfehlungen sind oft so haarsträubend.
Die Lösung, was bei einer Verhaltensstörung zu tun ist, liegt oft so nah. Und nie liegt die Lösung im härteren Training am Grundgehorsam, an zuwenig Training, an einer fehlenden Bindung oder an der Respektlosigkeit des Hundes. Gehorsam, Bindung und Respekt gibt der Hund jeden Tag. Nur hat sein Mensch viele feine Signale, die sein Hund schon lange aussendet, übersehen oder versucht, durch das Antrainieren von sinnlosem Verhalten zu übermalen.

Wenn ein Hund bei seinem Menschen einzieht (den er sich noch nicht einmal aussuchen konnte!!), und der Wunsch besteht, zu einem unzertrennlichen Team zusammenzuwachsen und ein harmonisches Leben gemeinsam zu führen; warum in aller Welt muss der Hund in oberster Priorität Verhaltensweisen und Regeln kennenlernen – und das oft mit Druck -, mit denen er erstmal überhaupt nichts anfangen kann, weil sie für ihn nicht überlebenswichtig sind? Wie kann es einem Hund möglich sein, seinem Menschen zu 100% zu vertrauen, wenn er ihn durch Ausschimpfen und noch mehr Härte in ständigen Stimmungsschwankungen erlebt?

Zu einem Team wird man nicht durch Strenge, oder indem Mensch und Hund zu Clowns gemacht werden, weil sie Trainingskurse belegen sollen, die für beide überhaupt keinen Sinn machen.

Dog Human Walk
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